Presseinformation
Heidewerkstatt
Lüneburg
vom 10.11.2003
| Am Nachmittag macht sich der Demozug mit 2500 TeilnehmerInnen von der
Infowiese am Clamartpark auf. Schon am Anfang gibt es seitens der Polizei viele Auflagen. Eine ausdrücklich friedliche Aktion mit Bettlaken nach dem Motto Frau Holle wir blasen den Castor weg wird verboten. Später werden 50 DemonstrantInnen, die die Demorute verlassen haben, für eineinhalb Stunden von der Polizei eingekesselt. Daraufhin wird der Demoverlauf geändert. Die für den Sande geplante Endkundgebung findet in der Nähe der Bezirksregierung statt. Nachdem die offizielle Demo aufgelöst ist, gibt es drei Spontandemos mit jeweils mehreren hundert Personen in der Innenstadt, auf dem Stadtring und in Richtung des Polizeikessels. Schließlich werden alle DemonstrantInnen frei gelassen. Währenddessen entrollt eine Gruppe von AtomkraftgegnerInnen am Bahnhof ein Transparent und macht eine halbe Stunde lang auf den bevorstehenden Atommülltransport aufmerksam. Eine Teilnehmerin am Abend: Das Konzept der Betriebsstörung wurde heute von der Polizei bestens realisiert: Die Hauptverkehrsstraßen waren dicht, mehrere Kreuzungen waren besetzt durch die Polizei. Das Polizeiverhalten war unverhältnismäßig. An einer Kreuzung stand ein Wasserwerfer bereit, die PolizistInnen trugen teilweise Helme. Die DemonstrantInnen ließen sich davon jedoch nicht demotivieren. Die Stimmung war die ganze Zeit über gut und alle sind entschlossen, das diesjährige Motto zu verwirklichen: Diesmal kommt der Castor nur bis Lüneburg! Die Heidewerkstatt ist ein Aktionsbündnis von Anti-Atom-Initiativen aus Lüneburg und Umgebung. Seit ca. 10 Jahren arbeiten sie gegen den Castor in der Gegend der nördlichen Lüneburger Heide. Aktionsbündnis Heidewerkstatt Pressekontakt: Betriebs-Störung unter dieser Überschrift sammeln sich Aktionen in Lüneburg gegen den Castorentransport 2003. Betriebs-Störung wehrt sich gegen den Versuch der AtomKraftBeschützer den Menschen in diesem Land (und das ist weltweit dieselbe Masche) mit dem Begriff Normal-Betrieb eine harmlose Normalität vorzugaukeln, die alles anderes als dieses ist. Beispielsweise: Uranabbau verwüstet (sic!) Landschaften und Wohnräume oft indigener Bevölkerung |
Bearbeitet am: 10.11.2003/ad