Pressemitteilung von

X-1000mal Quer

vom 14.11.2002

„Falschmeldungen und Manipulation“

AtomkraftfgegnerInnen werfen Polizei Irreführung der Öffentlichkeit vor

Dannenberg. AtomkraftgegnerInnen haben der Einsatzleitung der Polizei im Zuge des  Castor-Transportes eine gezielte Irreführung der Öffentlichkeit vor. „Die Polizei  missbraucht ihre Rolle zur Konstruktion eines völlig falschen Bildes über den  gewaltfreien Protest im Wendland,“ erklärte Sören Janssen, Pressesprecher der  Anti-Atom-Initiative X-tausendmal quer. „Das grenzt an Verleumdung,“ so Janssen.

Am Nachmittag hatte X-tausendmal quer die Meldung, dass bei Laase ein Deich  unterhöhlt worden sei, als Ente identifizieren können. Nachdem sich lokale  Polizei, Anwohner und der Deichgraf von der Meldung distanziert hatten, musste  auch die Polizei zugeben, dass sie eine Falschmeldung herausgegeben hatte.

In weiteren Fällen hätte die Polizei falsche oder irreführende Informationen  heraugegeben. Zur angeblichen „Notbremsung“ eines ICE vor einer Schie-nenblockade  am vormittag in Lüneburg hat die die Lüneburger Initiative gegen Atomanlagen  mittlerweile eine umfassende Gegendarstellung veröffentlicht.

Ferner behauptet die Polizei, in Hitzacker seien 38 Fahrzeuge beschädigt worden.  Hierfür gibt es außer der Polizei nach Informationen von X-tausendmal quer keine  weiteren Zeugen außer der Polizei. „Im Übrigen sollte nicht mit Steinen werfen,  wer im Glashaus sitzt. Gegen 22.20 Uhr begannen PolizeibeamtInnen im Zuge der  Auflösung einer Straßenblockade in Splietau die Reifen der 42 vor Ort befindlichen  Trecker zu zerstechen und die Fahrzeuge fahruntüchtig zu machen.

„Die Grenzen des Fassbaren sind seit langem überschritten,“ sagte Sören Janssen in  Anspielung auf eine Pressemitteilung der Polizei von heute Vormittag. „Dass  Grundrechte außer Kraft gesetzt werden, hunderte Menschen in Gewahrsm genommen und  verletzt werden, ist schon schlimm genug.

Diese dumpfe Propaganda setzt dem Treiben von Herrn Rheime aber die traurige Krone  auf. Der Versuch, den gewaltfreien Protest derart in Misskredit zu bringen ist  eine Beleidigung für die Menschen hier im Wendland,“ so Janssen.

Bei Rückfragen: - Sören Janssen (Pressesprecher): 0175/4 54 80 80 - Rasmus Grobe (Pressesprecher): 0163/3 79 29 37

Bearbeitet am: 14.11.2002/ad


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