rg Dannenberg. Es ist eine Aktion mit Symbolcharakter: Zwei der sogenannten »Stellvertreter»-Puppen, die in diesem Jahr auf Seiten der Atomkraftgegner gegen den Castor-Transport zu Felde ziehen sollen (EJZ berichtete), sitzen seit Mittwoch eingerahmt von gelben Xen in der hohlen Fassade des abgebrannten »Ratskellers» am Dannenberger Marktplatz. »Den Rest kann jeder für sich selbst da rein interpretieren», heißt es von der Castor-Gruppe Dannenberg, die die friedliche Protestaktion initiiert hatte.
Bild:Sogenannte "Stellvertreter"-Puppen haben die ausgebrannte Ruine des Dannenberger "Ratskellers" besetzt. Sie sollen zeigen, dass auch Dannenberg in diesem Jahr wieder während des Atommüll-Transportes ein Brennpunkt des Geschehens sein wird. Aufn.: R. Groß
Eine Aussage der Aktion sei klar, betonen die Atomkraftgegner: »Dannenberg wird beim Castor-Transport wieder ein Brennpunkt des Protestes», erläutert ein Gruppenmitglied. Und die Ruine, auf der die »Stellvertreter»-Puppen stehen, könne natürlich für das durch das Absaufen der Asse ruinierte Konzept der Lagerung von Atommüll in Salz stehen. »Oder natürlich auch für die As- se selbst. Die ist ja auch als Endlager ruiniert.»
