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vom 29.10.2004
| epd Gorleben. Die Gesellschaft für Anlagen- und
Reaktorsicherheit (GRS) sieht in dem bevorstehenden Castoren-Transport nach Gorleben kein
größeres Gesundheitsrisiko für die Bevölkerung. Die zu erwartende Strahlenbelastung
liege weit unter den festgelegten Grenzwerten, erklärt die in Köln ansässige
Gesellschaft. Die nächsten zwölf Castoren aus der französischen Wiederaufarbeitung werden wahrscheinlich in der übernächsten Woche ins atomare Zwischenlager nach Gorleben gebracht. Die voraussichtliche Strahlenbelastung beträgt nach Angaben der GRS in 20 Metern Entfernung vom Transportfahrzeug drei bis sechs Mikrosievert pro Stunde. Das entspreche dem Wert, dem Flugreisende in gängigen Flughöhen durch die kosmische Strahlung ausgesetzt seien. International gilt die Vereinbarung, dass die Strahlung bei Atomtransporten in zwei Metern Abstand 100 Mikrosievert pro Stunde nicht überschreiten darf. Die GRS war vom Bundes-umweltministerium beauftragt worden, mögliche Strahlenbe-lastungen durch Atommüll-Transporte in Deutschland zu untersuchen. Die hiesigen Atomkraftgegner haben in den vergangenen Jahren bei den Castor-Transporten in das Zwischenlager Gorleben eigene Messungen vorgenommen. Dabei seien deutlich höhere Strahlenwerte als die von der GRS genannten ermittelt worden. Allerdings la- gen auch die von den Castor-Gegnern ermittelten Werte unterhalb der festgelegten Grenzwerte. |
Bearbeitet am: 29.10.2004/ad