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vom 28.10.2004
| rg Gorleben. Gut sieben Tonnen Stahl und Beton hatten
die Umweltschützer von Greenpeace für ihr »Monument» verarbeitet, mit dem sie am
Mittwochmorgen in einer Blitzaktion die Hauptzufahrt des Gorlebener
Atommüll-Zwischenlagers blockierten. »Betonköpfe» sei der Name des Werkes, erläuterte
Greenpeace-Sprecherin Ort-run Albert - eine Anspielung auf die Vorstandsvorsitzenden der
größten deutschen Energieversorger, deren Konterfeis in Beton an der Vorderseite der
Stahlkonstruktion angebracht waren.
Unter anderem Professor Dr. Claassen von der EnBW. »Mit jedem Castor-Transport nach Gorleben wird der dortige Salzstock als Atommüll-Endlager zementiert», so Ortrun Albert wörtlich, »und das, obwohl dieser undicht und damit zur Endlagerung gänzlich ungeeignet ist». Darauf und auf die ungelöste Endlager-Problematik hatten die Umweltschützer aufmerksam machen wollen. Um der Polizei die Räumung der Blockade zu erschweren, hatten sich drei Greenpeace-Aktivisten in der Konstruktion festgekettet. Ein einfaches Wegschieben oder Anheben sei daher nicht möglich gewesen, so ein Sprecher der Polizei. Man wollte nicht riskieren, die Personen im Inneren zu verletzen. Auch ein Schweißbrenner-Einsatz sei unmöglich gewesen, da auch dabei Verletzungsgefahr für die Insassen der Konstruktion bestanden hätte. Herausgeholt wurden die drei Männer schließlich durch ein Loch, das die Beamten mit einem so genannten »Blech-Knabber» in die Hülle stanzten. Diesen Greenpeace-Aktivisten droht nun eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch und Nötigung. Was mit dem »Kunstwerk» geschehen soll, ist unterdessen noch unklar. Derzeit befindet es sich auf dem BLG-Gelände.
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Bearbeitet am: 28.10.2004/ad