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vom 01.11.2004
| hl Hitzacker. Mit etwa einstündiger Verspätung hat
sich am Sonnabendnachmittag ein Demonstrationszug gegen den bevorstehenden
Castor-Transport am Harlinger Tunnel vor Hitzacker in Bewegung gesetzt. Ziel war
Hitzackers Bahnhof.
Eine Reihe von Zwischenfällen kennzeichnete die nicht ganz unproblematische Demonstration, bei der eine massive Überzahl von Polizisten zu beobachten war. Auffallend waren auch die vielen berittenen Ordnungshüter. Unter dem Motto »Hip Hop - Castor stopp» war die Aktion von der Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) als so genanntes »Schienenmove» geplant, bei dem diverse Rapper auf einer mobilen Bühne für die musikalische Begleitung sorgten. Bereits am Harlinger Bahntunnel kam es zu einem Zwischenfall als berittene Polizisten über die Bahnschienen ritten. Ein Pferd scheute bei diesem ungewohnten Gang und stürzte nach Angaben eines Augenzeugen zu Boden. Welche weiteren Folgen sich für das Tier dabei ergaben, war bisher nicht zu erfahren. Nach Einschätzung des BI-Pressesprechers, Francis Althoff, führte dieses Vorkommnis zu einer erhöhten Nervosität bei den Polizisten, die besonders am Bahnübergang vor dem Bahnhof teilweise recht massiv gegen die Demonstranten vorgingen. BI-Sprecher Dieter Metk wurde dort in Gewahrsam genommen, kurz nachdem er als eingeteilter Ordner Protest gegen die Verdeckung eines Transparentes mit der Aufschrift »Castor-Alarm» durch eine davor marschierende Polizeikette eingelegt hatte. Erst eine Stunde später, nach Aufnahme seiner Personalien, wurde er nach eigenen Angaben wieder freigelassen. Metk berichtete, die Beamten hätten ihm vorgeworfen, er habe sich für seine Aufgaben als Ordner als unfähig erwiesen. Ferner sei er körperlich durchsucht worden, dabei seien ihm persönliche Dinge wie Geldbörse, Handy, Brille und Mütze abgenommen worden. Minutenlang habe man ihn in einer »Zwangsstellung mit nach hinten verdrehten Armen und den Kopf nur wenig vom Boden entfernt gedrückt» festgehalten, sagte Metk. Nach seiner Darstellung sei der angebliche Grund eine Verweigerung der Durchsuchung gewesen, die allerdings bereits vorher erfolgt war. Während der Kundgebung am Bahnhof solidarisierten sich auch drei Japanerinnen in einer Ansprache mit den Lüchow-Dannenberger Demonstranten. Die Asiatinnen berichteten über ähnliche Erfahrungen aus ihrer Heimat, wo ebenfalls Atommüll aus La Hague in ein Zwischenlager transportiert wird.
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Bearbeitet am: 01.11.2004/ad