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vom 13.02.2004 

Geschichten zur Geschichte

Dokumentation zum Castor-Transport 2003 erschienen

by Gorleben. »Der Castorzug konnte nur im Schritttempo und mit vielen Halts durchfahren. Endlich wieder das Gefühl, Widerstand auszudrücken, ohne von der Gegenseite gelähmt zu werden.

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Und die anfängliche Schellenangst verflog und der Mut wuchs, waren doch da immer auch noch andere, die sich was trauten.» »Endlich erscheint ein Konfliktmanager der Polizei. Ein langes Hin und Her entwickelt sich, bis er auf die Frage einer Laaser Bürgerin, ob er denn überhaupt Kompetenzen hätten, betroffen bestätigt: »Ich bin hier eine Witzfigur». Macht nichts, das Kulturprogram im Zelt geht weiter, ein Musiker spielt den »Early morning Blues». »Es wird noch einige Zeit dauern, bis für mich das Leben wieder normal wird. Körperliche und seelische blaue Flecken brauchen eben Zeit.»

Das sind Zitate aus drei von vielen Berichten, die die Zeitschrift »anti atom aktuell» gesammelt hat. Jetzt ist die Dokumentation vom Widerstand gegen den Castor-Transport vom November 2003 ins Zwischenlager Gorleben erschienen. »Wir waren erschlagen von der großen Menge an Bildern und Geschichten, die uns erreicht haben, aber auch froh darüber», sagt Elisabeth Krüger von der Redaktion. »Wir wollten, dass nicht verloren geht, was Menschen mit ihren unterschiedlichen Ideen, Motiven und Aktionen in gemeinsamem Widerstand erlebt haben. Denn erst, wenn es aufgeschrieben wird, kann aus Geschichten Geschichte werden.» Insbesondere Ingrid und Werner Lowin vom Komitee für Grundrechte und Demokratie, Timo Vogt von randbild und die Agentur Subkontur haben ihre Bilder zur Verfügung gestellt; darüber hinaus bereichern Aufnahmen von fünfzehn weiteren Fotografinnen das Heft. Sie zeigen, wie Menschen sich auch unter dem Druck polizeilicher Allgegenwart ihre Handlungsfähigkeit erhalten. Auf die Darstellung von »scheinbar übermächtiger Polizei» wurde verzichtet.

In einer umfangreichen Chronologie ist nicht nur zusammengetragen, was sich in den Tagen Anfang November ereignet hat. Nachgezeichnet werden in der inzwischen achten Castor-Dokumentation der »anti-atom-aktuell»-Redaktion auch die Stationen der Atompolitik des Jahres 2003. Die Broschüre mit dem Titel »Zug um Zug» umfasst 80 Seiten. Sie kostet 4 Euro und ist seit im gut sortierten Buchhandel sowie bei der BI erhältlich.

Bearbeitet am: 13.02.2004/ad


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