Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V.

Rosenstr. 20
29439    LÜCHOW
Tel. +49 (58 41) 46 84
Fax +49 (5841)  31 97

Bürozeiten:
Montag bis Freitag.
von 9-12 Uhr
und  15-18 Uh
Samstag
von 9 - 15 Uhr

E-mail für  die Presse:

Mails an diese Adresse bitte
nur für Presseleute, andere können
wegen Zeitmangel nicht beantwortet werden.


Adresse bitte von Hand eingeben
oder unser Kontaktformular verwenden


E-mail:
Adresse bitte von Hand eingeben
oder unser Kontaktformular verwenden
Spendenkonto

"Spende zugunsten der BI Umweltschutz  Lüchow-Dannenberg e.V." sind Steuerabzugsfähige Spenden.

vom 28.12.2011

Das Protestjahr klingt aus, das neue beginnt, mit Protest

Gorleben vor der Wende?

Die Anti-Atom-Bewegung erlebt einen Höhenflug. Wie immer war es die Gegenseite, die der ältesten sozialen Bewegung in Deutschland die Argumente lieferte: Die Havarie der beiden Endlager auf deutschen Boden, Morsleben und Asse II, die Laufzeitverlängerung der schwarz-gelben Bundesregierung und die Möglichkeit und die Möglichkeit, den Gründen für die Wahl Gorlebens als Standort für ein Nukleares Entsorgungszentrum vor fast 35 Jahren durch Akteneinsicht auf die Spur zu kommen, heizten den Protest an, schreibt die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) zum Jahreswechsel. "Am Ende hat die Nuklear- Katastrophe von Fukushima und der Massenprotest gegen die Atomkraft entscheidend zum – wenn auch nur halbherzigen – Atomausstieg beigetragen. In schwierigen Zeiten aber überdauerte der Protest wegen der Beharrlichkeit und lebendigen Protestkultur im Wendland, darauf bauen wir auch im nächsten Jahr", sagte BI-Sprecher Wolfgang.

Gorleben, das sei schon vor dem Treck nach Berlin vor zwei Jahren deutlich geworden, stehe inzwischen zusammen mit der Asse II für das Atommülldilemma schlechthin. "Gorleben ist aber auch synonym für eine Industriepolitik der 70er Jahre, die Bürger überregelte, um mit juristischen Tricks einen Entsorgungsnachweis zu fabrizieren. Der Schwindel, dass in Gorleben der Salzstock erkundet wird, ist jetzt aufgeflogen, dort wird gebaut, aber nicht mehr lange", prophezeite Ehmke. "Wir mischen uns weiter ein, demonstrativ und argumentativ, denn ein erkennbar ungeeigneter Standort wie Gorleben muss aufgegeben werden, wir brauchen keinen weiteren faulen Kompromiss wie beim Atomausstieg light à la Schwarz-Gelb."

Vor allem müssten die vorläufige Sicherheitsanalyse Gorleben, mit der Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) eine tendenziöse Eignungsaussage pro Gorleben vorbereitet, und der Ausbau in Gorleben abgebrochen werden. "Solange nicht einmal diese Schritte eingeleitet werden, glauben wir trotz des Geredes um einen angeblichen Neustart der Endlagersuche kein Wort", schreibt die BI.
Das Widerstandsjahr 2011 klingt mit einer Sylvesterparty am Schwarzbau Gorleben aus. Ein Shuttle-Bus fährt um 23 Uhr aus Platenlaase dorthin und gegen 0.30 Uhr zurück. Und das neue Jahr beginnt, wie das alte endete: mit Protest. Am Neujahrstag wird um 13 Uhr dort auch das Widerstandsjahr 2012 eingeleitet.

 

Bearbeitet am: 28.12.2011/ad


zurück zur Homepage

zurück zur Homepage der BI