| Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg e.V. | ||||||||
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vom 13.11.2003
| Aufs Schärfste zurück weist die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow Dannenberg
(BI) die Ihrer Meinung nach extrem verharmlosenden Stellungnahmen von Polizei und BGS nach
dem Castor-Transport nach Gorleben. Bewusst gelogen worden sei bereits Wochen vorher bei
der Zahl der angeblich 13.000 eingesetzten Beamten beim Transport. Nun sei die von der BI
bereits im Vorfeld genannte Zahl von 18.000 bundesweit Eingesetzten offiziell mit 18.485
offiziell bestätigt und sogar getoppt. Demzufolge sei die Behauptung weniger
Beamte als sonst aufgeboten zu haben lächerlich. Die bei der Einfahrt ins Gorlebener Zwischenlager an die Polizeikräfte per SMS ( von der Gewerkschaft der Polzei) gesandte Botschaft Der Drops ist gelutscht spräche auf skandalöse Weise Bände darüber, welches Ansehen die ihre Grundrechte auf Demonstrationsfreiheit und körperliche Unversehrtheit wahrnehmende Bevölkerung aus polizeilicher Sicht genieße. Auch die Äußerung von Gesamteinsatzleiter Niehörster, ich muß der Protestszene zugestehen: Sie hat einen fairen Widerstand geleistet, trifft bei der BI auf Empörung. Herr Niehörster scheint nicht begriffen zu haben, dass der Transport kein Fußballspiel gegen eine zahlenmäßig zigmal überlegenere Polizeimannschaft war. Der gesamtgesellschaftliche Konflikt um die Atomenergie richtet sich gegen Politik und Atomindustrie, nicht gegen die für deren Durchsetzung missbrauchten Polizeiarmaden, so ein BI-Sprecher. Auch die schon erschreckende angegebene Zahl von 256 Ingewahrsamnahmen sei erheblich geschönt. Fakt sei, dass zusätzlich um die 2000 Menschen bei den nächtlichen Einkesselungen an der Transportstrecke dort stundenlang in eisekalten Gewahrsam gezwungen wurden. Bei der von den Sanitätern angegebenen Zahl von mindestens 85 verletzten Atomkraftgegnern sei es nicht angebracht von fair in zu reden. Neben vielen unglaublichen Vorkommnissen zählt die BI auf, dass in Grippel Menschen zunächst brutal über einen Zaun geschleudert wurden, der dann von Polizisten niedergetreten wurde. Der Eigentümer des Grundstücks, der darum bat, die Verwüstung zu beenden, erhielt einen Faustschlag ins Gesicht. In diesem Zusammenhang könne von polizeilicher Deeskalation keine Rede sein. Da nutzt es auch nichts, im Nachhinein öffentlich polizeiliche Lobeshymnen auf die fantasievollen Aktionen der an den Protesten beteiligten Menschen zu singen, so die BI. Im Gegenteil, bei solch einer polizeiliche Verdrehung der Fakten könne man beinah glauben, es gäbe statt fragwürdiger Deeskalationsmanager ein Eskalationsmanagement, wie auch wieder einmal zahlreiche Berichte von eingeschleusten Polizeispitzeln in Protestgruppen implizieren. Francis Althoff 05843-98 6789 |
Bearbeitet am: 13.11.2003/ad