CASTOR-Alarm! 2001 |
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TagX-TICKER der CASTOR-NIX-DA
Kampagne mit den
aktuellsten Informationen!
Inhalt:
Ein Einschätzung der Castor-Nix-Da Redaktion
Demo-Wochenende beginnt - Aktionen von Süd nach Nord Es scheint, sie wollen es endgültig wissen. Trotz der Terroranschläge in den USA, trotz der Gefährdung der "Inneren Sicherheit" durch mögliche Attacken von "Außen" auf mögliche atomare Anlagen als Ziel, wird die Planung für den nächsten CASTOR-Transport von La Hague nach Gorleben knallhart durchgezogen. Es geht um Milliardengeschäfte, nicht um Fragen der "Sicherheit" und es steht zu befürchten, daß die Repression gegen die Quersteller noch weit massiver wird, als bereits im März. Mit Hinweis auf mögliche "terroristische Aktionen" könnte der Bevölkerung jedweder undemokratische Polizeieinsatz als "notwendig" verkauft werden. Doch davon lassen wir uns nicht einschüchtern. Hier im Wendland sind wir jegliche Art von polizeiliche Gewaltanwendung mittlerweile "gewöhnt". Daß Grundrechte außer Kraft gesetzt werden, gerade wie es den Herren immer paßt, ist auch nichts Neues. Brücke rechtzeitig fertig? Als Transporttermin scheint mittlerweile der 12. November festzuliegen. Wenn nicht getrickst wird. Wir sind und bleiben wachsam. Die Vorbereitungen laufen! Es könnte allerdings auch zu Verzögerungen kommen. Nach einem Feuer unter der im Frühjahr vor dem März-Transport extra neu gebauten "Seerauer Brücke" muß ein Teil der Stahlkonstruktion ausgetauscht werden (EJZ-Artikel "Lücke in der Brücke"). Ob diese Bauarbeiten termingerecht fertiggestellt werden können, ist bislang noch nicht endgültig klar. Bahn und Polizei bereiten ihren Einsatz unvermindert vor. Sie hatte aus ganz Europa Wohncontainer ins Wendland karren lassen, um den
Damen und Herren von BGS und Polizei die Erlebnisreise ins Wendland ein wenig
"erträglicher" werden zu lassen. Und das hat etliche Milliönchen gekostet. Nun
kommen auch die ersten Grünberockten Trupps in die Region, werden Nato-Drahtrollen am
Verladekran ausgerollt, tauchen mittlerweile massenhaft uniformierte und zivile Streifen
in den Dörfern, den Städten und an der Transportstrecke auf. Und genau das ist unser Ziel Diese Pläne wollen wir gehörig durcheinanderbringen! Denn es hat sich erneut gezeigt, daß Atomkraft nur eines ist:
"Todsicher". Wir sind immer wieder ausgelacht worden, wenn wir die Gefahr von
Flugzeugabstürzen auf AKWs nicht als zu vernachlässigendes "Restrisiko"
eingeordnet sehen wollten. Bei einer Klage vor dem Verwaltungsgericht Braunschweig gegen
den vorletzten CASTOR-Transport (Mensch erinnere sich: "Der wegen der
Außenkontamination später zum Merkelschen Transport-Stop führte"), wurde auch die
Gefahr durch mögliche terroristische Anschläge vorgebracht.Das Gericht ist darauf mit
keiner Silbe eingegangen. Transportbehälter nicht Zulassungskonform - Strafanzeige gestellt Schon seit langer Zeit gibt es Zweifel an der Sicherheit der CASTOR-Behälter. Immer
wieder wurde in Frage gestellt, daß "echte" Falltests mit Originalbhältern
durchgeführt wurden. Mittlerweile ist beweisbar, daß die CASTOR-Behälter nie auf ihre
tatsächliche Transport- und Lagertauglichkeit geprüft wurden. Friedhelm H. Timpert,
Mitglied der Internationalen Atomenergieorganinsation und Atomenergiebefürworter, hat in
einer Veranstaltung im Wendland.
(EJZ-Bericht) ausführlich dargestellt, wie bei allen Sicherheitsprüfungen des
CASTOR-Behälters getrickst und betrogen wurde. Kein Behälter entspricht den
Anforderungen der IAEA, so Timpert, hat weder realistische Fall- noch Wärmetests
durchlaufen. Gemäß den Richtlinien der IAEA dürfte kein Behälter ohne Stoßdämper
transportiert werden, tatsächlich, so beweisen Fotos vom letzten Transport, sind nur
Teile dieser zum Behälter gehörenden Shock-Absorber beim Straßentransport montiert
gewesen. (Eigenbericht: "Deckel
von Glaskokillen-Behältern könnten bei Flugzeug-Attacke möglicherweise bersten")
Und im Gegensatz zu den Baumuster-Zulassungen sind auch im Zwischenlager keine
Stoßdämpfer mehr montiert. Ein Flugzeug könnte die Behälter ungeschützt treffen und
beschädigen. Es bleibt uns also NIX erspart. "Wir" legen los! "Wir", das sind viele Menschen aus dem Wendland und überall in der Bundesrepublik, in Frankreich und sonstwo. Legen los mit vielen Aktionen; phantasievoll, legitim und überraschend werden wir uns wieder "querstellen". Auch am vergangenen Wochenende gab es nicht nur im Wendland diverse
kleinere Aktionen. So wurde die "Info-Wiese" der BI in Dannenberg mit Musik und
guter Laune in Beschlage genommen, fand ein "Probesitzen" von
"WiederSetzen" auf der Straße statt, und wieder kleinere Schienenspaziergänge
unter Polizeiaufsicht. Am Freitag bereits wurde das Eingangstor der
"Kartoffelscheune" Zwischenlager von Atomkraftgegnern und Greenpeace mit 30 to
der Erdäpfel zugeschüttet. "WiderSetzen" und "Schneckenplage®" "Wenn Tausende von wendländischen Bürgerinnen und Bürgern die Straßen blockieren, dann haben wir ein Problem", so der Einsatzleiter der Polizei, Hans Reime, zum CASTOR-Transport. Dieses Problem kann und wird er haben. "WiderSetzen" ist die "Große Bürgerinnen- und Bürgerblockade gegen den CASTOR" mehrdeutig betitelt. "Wir", egal ob Wenden, oder Menschen aus Nah und Fern, Frauen oder Männer, Jung oder Alt", heißt es in einem Aufruf, werden uns "an einer großen Straßensitzblockade im Raum Dannenberg beteiligen". "Über das Wendland komme eine große Schneckenplage ®" kündigt der "Verein für Weichtierkunde" in einem Flugblatt an. "SCHLEICH DICH!", so die Antwort auf den zu erwartenden "Belagerungszustand": "Wir nehmen es nicht länger hin,daß Einsatzfahrzeuge von A nach B und wieder retour brausen, und wir selbst dazu verdonnert werden, dem Treiben vom Vorgarten aus zuzuschauen", "Wir benutzen langsam, aber sicher die Strategie der Schnecke - und die Straße gehört wieder uns!". "Wenn die grüne Landplage ihr Tagwerk aufnehmen will, sind wir schon vor der Polizeikaserne - und haben es gerade nicht eilig. Ist Schichtwechsel und streben die grünen Quälgeister den Unterkünften zu, sitzen wir schon auf der Kreuzung und heizen die Vorfreude auf den Feierabend an." Und es könne auch "nicht ausgeschlossen werden, daß es aufgrund der nervlichen Anspannung ausgerechnet auf vielbefahrenen Strecken zu ungeschickten Rangiermannövern, zum versehentlichen Verlust von Ladung infolge von Fahrfehlern oder zu Kollateralschäden beim Ausbringen von Mist und Gülle" komme . . . Am Sonnabend vor dem CASTOR-Transport wird zum "Auftakt" eine Kundgebung in Lüneburg und zeitgleich in Karlsruhe stattfinden. Mit anschließenden "Aktionen und Camps von Karlsruhe entlang der gesamten Transportstrecke über Lüneburg / Uelzen bis Gorleben", heißt es im Aufruf . "ZEICHEN SETZEN" "Vorm CASTOR ist Platz für Viele(s)!" Platz für viele jedenfalls ist im Wendland auch diesmal zu finden. An der Transportstrecke werden erneut Camps eingerichtet, und, sollten sie wie beim letzten Mal verboten oder aufgelöst werden, bleibt "Niemand im Regen stehen". Plakate weisen auf Unterbringungsmöglichkeiten in Scheunen und Kirchen, oder in sonstigen "Privatquartieren", Turnhallen, Feuerwehrgerätehäusern hin, zur Verfügung gestellt von Diesem und Jener. Nur die Herren in Grün müssen draußen bleiben, als "Besatzer" sollen sie sich in ihren Containern vergnügen... "Wir" legen los! "Wir", das sind viele Menschen aus dem Wendland und überall in der Bundesrepublik, in Frankreich und sonstwo. Mit vielen Aktionen, phantasievoll, legitim und überraschend werden wir uns wieder "querstellen". Weitere Infos immer auf diesen und den anderen Anti-CASTOR-Webseiten, sowie unter obiger Telefonnummer (0190 - 033099). Na denn! "Schaun ma mal"! Redaktion CASTOR-NIX-DA! |
Sanis Telefon (05882-987436) |
Ermittlungsausschuß wird ab Samstag vor Tag X rund um die Uhr besetzt sein. Telefon: 05849 971030 |
Fotoreportagen zu Aktionen, Demos und Kundgebungen unter folgenden Web-Seiten:
Arbeiterfotografie
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Bilder vom Transport
Bilder vom Castor-Transport der Grün-Alternative Jugend Harburg-Land
Gorleben
- eine Protestgeschichte
von Timo Vogt
Castorberichterstattung im
Wendland
durch "Randbild"
Bilder- und
Nachrichtenticker, Artikel,
Hintergründe, Reportagen
durch Wendland-Net
Castor-Transporte und
Demos sowie Archiv
durch "Subkontor"
Wo ist der Castor?Derzeitiger Aufenthaltsort des Castor-Behälters |
Werden CASTORen seit
Jahren illegal befördert und gelagert? "Deckel von Glaskokillen-Behältern könnten bei Flugzeug-Attacke möglicherweise bersten" (Eigenbericht der Castor-Nix-Da Redaktion) |
Strahlung,
die aus dem CASTOR kommt Flugblatt der BI zum Thema Strahlengefährdung. |
Bearbeitet am: 08.11.2001/dm