UNTERRICHTSMATERIALIEN ATOMENERGIE
|
||
| Die Unterrichtseinheit Atomenergie
wurde in der 1. Auflage verfaßt und herausgegeben von Mitgliedern des Göttinger
Arbeitskreises gegen Atomenergie. Überarbeitung durch die Göttinger Redaktion der
"atom". 6. überarbeitete Auflage Januar 1993 Copyright 0 1982 Verlag Die Werkstatt Technische Herstellung: Verlag Die Werkstatt Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigungen der Arbeitsblätter im Klassensatz erlaubt. Diese Unterrichtsmaterialien sind eine Gemeinschaftsproduktion von: Verlag AOL-Verlag Inhalt Vorwort Filme & Literatur Karte: Standorte atomarer Anlagen in Deutschland Fachausdrücke zur Radioaktivität
Schema des Brennstoffkreislaufs / Wohin mit dem Atommüll Schemata: Endlager, Pilotkonditionierungsanlage, Wiederaufarbeitung Tschernobyl: Ablauf, Reaktionen, Folgen Harrisburg: Wie es zum Unfall kam Katastrophenschutzplan Fessenheim / Risikoberechnungen / Nuklearunfälle weltweit / Störfälle & Beinahe-GAU: AKW Krummer, Brunsbüttel, Biblis "Stromausfall droht" / Stromverbrauch und Kapazität der Kraftwerke Energieverbrauch in Deutschland /Zukunftsszenarien der Enquete-Kommission / Strom zu Heizzwecken? / Energiesparen / Atomkraft und Klimaschutz Energie für alle und für immer / Die Sonne - unerschöpfliche Energiequelle Sonnenkollektoren / Strom aus Solarzellen / Wärmepumpen Chronologie / Widerstandserklärungen / staatliche Repression / Fotos Deshalb haben wir (das sind eine Hauptschullehrerin, sowie einige Mitglieder der Göttinger Arbeitskreises gegen Atomenergie) mit dieser Unterrichtseinheit den Versuch gemacht, das vielfältige Material zur Atomenergie für die Unterrichtsgestaltung in der Sekundarstufe 1 aufzuarbeiten. Die Unterrichtsplanungen sind sicherlich nicht immer das Gelbe vom Ei. Sie geben nur eine von vielen anderen möglichen Ideen wieder, sind oft zu starr und lassen den Schülern wenig Spielraum, wie bei den meisten Unterrichtsplanungen.Wir hoffen trotzdem, daß die angebotenen Materialien, Arbeitsblätter und Folien die Gestaltung des Unterrichts für den Lehrer erleichtern. Zur Problematik der Realisierung der Unterrichtseinheit Größtes Problem bei der Behandlung der Atomenergie in der Schule ist die Zeit sowie die Fülle des Themas. Da bleibt dem Lehrer nur der sog. "Mut zur Lücke". Lehrplan und starrer Stundenplan unseres Schulsystems lassen die umfassende Beschäftigung mit einem Thema, gleich welches, kaum zu, es sei denn in Form des Projektunterrichts. Sinnvoll wäre es, wenn ein Lehrer sich mit anderen Lehrern abspricht und das Thema in verschiedenen Fächern parallel durchnimmt: In Physik, Chemie, Biologie und Sozialkunde. doch dieser Parallelunterricht scheitert meist daran, daß die einzelnen Fächer nicht im Klassenverband, sondern in Form von Kursunterricht erteilt werden.Der Lehrer sollte sich deshalb auch nicht scheuen, die Unterrichtseinheit in einem Unterrichtsfach durchzunehmen, auch wenn z.B. ein technisches Problem nicht unmittelbar Thema des Sozialkundeunterrichts ist. Ein weiteres Problem bei der inhaltlichen Gestaltung des Themas ist der Anspruch auf Objektivität. Der Schüler soll sich anhand der dargebotenen Informationen ein eigenes Urteil zur Atomenergie bilden. Wir haben versucht, die einzelnen Fragen so sachlich wie möglich darzustellen und auch die Pro-Seite zu Wort kommen zu lassen. Aber ein Unterricht wird nicht dadurch objektiver, daß man den Schülern mehr offensichtliche Lügenpropaganda der Atomlobby anbietet.Die meisten angesprochenen Themenbereiche sind keine Einstellungs- oder Meinungsf ragen sondern Tatsachen, die nur von der einen oder anderen Seite unterschiedlich bewertet werden oder auch verschwiegen werden. Einige technische Anmerkungen Die meisten Blätter müssen f ür die Schü ler vervielfältigt werden. Dabei bietet sich der -leider teure- Fotokopierer an. Es gibt auch die Möglichkeit, das Blatt mit einem entsprechenden Apparat (vielleicht im nächsten Gymnasium vorhanden), auf eine SpiritCarbon-Matrize zu übertragen und es dann billig abzuziehen.Manche Schulen haben auch eine Druckmaschine, die sich aber erst bei hohen Auflagen lohnt. Also: Mit anderen Lehrern zusammentun!Die Arbeitsblätter sind meist als Lückentexte gestaltet. Auf der Rückseite ist das Arbeitsblatt noch einmal mit Lösung abgedruckt. Wenn der Umschlag oder Hefter zu locker sein sollte, dann raten wir, die Blätter in ein Ringbuch oder einen Ordner zu heften. Das macht weniger Umstand beim Herausnehmen der Blätter. Und noch was Wir würden uns sehr f reuen, wenn ihr uns schreiben würdet, ob ihr mit der Unterrichtseinheit etwas anfangen konntet, was gut und was schlecht ist (zwecks Verbesserung bei neuen Auflagen), ob ihr mit dem Rektor, dem Kollegium oder gar mit Eltern Schwierigkeiten bekommen habt; kurz: Welche Erfahrungen ihr mit der Unterrichtseinheit gemacht habt. Schreibt an: Göttingen, Januar 1993 |
Bearbeitet am: 30.01.2001/ad