Leserbrief der

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vom  20.11.2004

Wichtigeres blieb unerwähnt

Betrifft: Bilanz nach Castor-Transport (EJZ vom 11. November)

Na, wie toll meine Herren Friedrich Niehörster und Uwe Schünemann: "Castor-Einsatz ohne große Probleme." Was muss denn noch passieren, dass es Ihnen Probleme bereitet? Zwei Tote schaffen das offenbar noch nicht. Die amerikanischen Freunde haben dafür eine Wortneuschöpfung: Kollateralschaden! Die voller werdende Blechschachtel ist für die beiden Verantwortlichen wichtiger - alles andere: null Problemo. Und was ist mit dem ekligen Pack? Wenn etliche schon intelligent, so doch nicht weise. Ha, ha.

Ein Glied der "grünen trash people" (trash hat mit dem deutschen dreschen nichts gemein) war in Langendorf am Überlegen, ob er wegen Beleidigung Anzeige erstatten solle, hatte doch so ein elender Demonstrant gewagt, seinen IQ auf lediglich 18 zu schätzen. Was braucht es an ihrer Zahl, um Obiges verlautbaren zu lassen.

Ob Herr J. Feuerriegel seine "Langeweile" besser angebracht hätte, frage ich. Freilich, für die gelangweilten Medien ist das ein "gefundenes Fressen".

Anderes, viel Wichtigeres, bleibt unerwähnt: dass da eine Frau sich vor einer Beamtin hinknien muss, bis ein  Kollege dieser größenwahnsinnigen Möchtegernfrau die Meinung sagt, sie wegschickt und die Gedemütigte großherzig "entlässt", dass jugendliche mit der Pistole bedroht werden, dass wildgewordene Befehlsempfänger eine Traktorenjagd im gepanzerten Fahrzeug unternehmen, dabei offensichtlich mangels entsprechender IQ in einen Trecker rauschen und den schrottreif fahren, dass eine Anzahl dieser Müllschützer/innen ähnlich ausrastet wie ihre amerikanischen Kameradinnen damals in Abu Cghraib. In Siegerpose wie einst Kaiser Franz Josepf I. hinter einer Strecke erlegter Hirsche (die allerdings Untertanen für ihn geschossen hatten), oder Soldaten der deutschen Wehrmacht nach unmenschlichen Attacken hinter ihren Opfern, klettern diese grünen Landkreisokkupanten nach Beendigung ihres "Einsatzes" -also unrechtmäßig - auf den Anhänger eines fremden Treckers, legen Helme davor in einer Reihe ab und lassen sich in Siegerpose mit ihren Kolleginnen ablichten. Wenn das nicht pervers ist!

Und mit solchen soll ich als Glied der Kirche kollaborieren? Nimmermehr! Ich "beschmutze" mich lieber im Umgang mit dem unappetitlichen Pack, weil ich ernst nehme, dass es für die Durchführung dieser miesen Transporte keine sozialverträgliche Vermittlung geben kann oder sogar darf.

Ob auf Straße, Schiene oder Kirche werde ich weiterhin predigen, so weit Herz und Hirn davon überzeugt sind und Gott die nötige Konstitution gibt, und auf alle Fälle bei denen bleiben, die "etwas Tapferes tun". Auch wenn die Herren da oben dagegen reden oder darüber schweigen.

Egon Maierhofer, Hitzacker, Pastor i. R.

Bearbeitet am: 20.11.2004/ad


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