Flugblatt zum Castor-Transport 2004

Liebe Freundinnen und Freunde,

wir fordern Euch auf, an der nächsten Auftaktdemo

im November 2004 (voraussichtlich: 13.11.04)

und –nach Euren Möglichkeiten- an den weiteren Protestaktionen gegen die Atommülltransporte im Wendland teilzunehmen (etwa von Sa. 13.11.04 bis Mi./Do.). Eure Solidarität mit dem Widerstand gegen die Atomindustrie ist enorm wichtig!

Wir protestieren gegen die Atomenergie,

 

  • weil diese umweltzerstörend und todbringend ist,
  • weil sie überflüssig und ungeheuer teuer ist,
  • weil sie die dringend erforderliche Energiewende behindert,
  • weil sie zwangsläufig einen demokratiefeindlichen Polizei- und Überwachsungsstaat mit sich bringt,
  • weil sie auf’s Engste mit der Atombombe und der globalen Verseuchung verknüpft ist (Uranmunitioneinsatz in Jugoslawien, Irak),
  • weil weltweit das Entsorgungsproblem nicht gelöst werden kann (der Salzstock Gorleben ist –gutachterlich untermauert- u.a. durch Laugeneinbrücke im Deckgebirge völlig ungeeignet),
  • weil die Regierungen die Profite der mächtigen Energiekonzerne schützen und dafür unsere Grundrechte opfern,
  • weil das Gerede vom Atomausstieg eine Lüge ist, vielmehr wird die Atomindustrie nach wie vor hoch subventioniert,
  • weil Milliarden dafür ausgegeben werden, die besser für unsere Kinder und soziale Aufgaben eingesetzt würden.

 

Wenn der Castor rollt, herrscht im Wendland der Ausnahmezustand: 20.000 Polizisten gegen 50.000 Einwohner. Die Medien-Öffentlichkeit wird weitgehend ausgeschlossen oder polizeilich gesteuert. Das darf es nicht mehr geben!

 

Gegen Kriminalisierung und den Abbau der Grundrechte hilft nur eins:

 

Kommt alle im November ins Wendland, wenn der Atommüll aus dem französischen La Hague in nicht genehmigten Behältern quer durch die Republik nach Gorleben rollt. Denn, lieber mit Spaß aktiv, als todtraurig radioaktiv. Der wirksamste Schutz der Grund- und Freiheitsrechte besteht darin, sie aktiv wahrzunehmen und zu verteidigen.

 

Im Wendland ist der Widerstand lebendig. Es ist für alles gesorgt: Übernachtungsmöglichkeiten in Camps oder Familien (manchmal auch bei der Polizei), Verpflegung, Musik, Spaß und Aktion…

 

Wir fordern: Schützt uns, nicht die Atomindustrie!

Infos:

Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V., Drawehner Str. 3, 29439 LüchowTel.: 05841/4684 – Fax: 05841/3197 – e-mail: bi-luechow@t-online.de – Internet: www.bi-luechow-dannenberg.de oder www.castor.de, siehe auch: www.bi-ahaus.de, www.uaa-gronau.de, www.anti-atom-aktuell.de, www.wigatom.de, zur Energiewende: www.robinwood.de und: www.eurosolar.org.  

Bearbeitet am: 04.10.2004/ad


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