WENDLAND SANIS

             Stop Castor 2003!   

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Liebe Leute.
Wir haben mal wieder die fünfte Jahreszeit. Auch die Sanis regen sich. Während des Widerstands gegen die vergangenen Transporte hat sich unser Konzept als DemosanitäterInnen vielfach bewährt. Wir werden also wieder versuchen, da zu sein, wo´s nötig werden könnte und das fällt uns als ein Teil der Bewegung auch nicht schwer. Wie üblich ein paar Ratschläge, Infos und Telefonnummern.

Unsere ortskundigen (!) Demo-SanitäterInnen sind überall unterwegs.
Außerdem gibt es eine

SaniDezentrale bei der ihr euch melden könnt wenn

ihr verletzt seid

Verletzte, aber keine Sanis in Sicht sind 

ihr angereiste Sanis seid und euch an die Strecke oder auf Aktionen begeben wollt

ihr einen Krankenwagen braucht

wir euch niedergelassene ÄrztInnen vermitteln sollen (Erkältungen, Krankschreibungen und andere Zipperlein)

Der Anschluss  ist rund um die Uhr erreichbar ab Samstag 11 Uhr      
05882 987436

Wir wollen eine selbstorganisierte medizinische Versorgung sicherstellen und die Anonymität von Verletzten aus den hinreichend bekannten Gründen wahren. Dies betrifft auch die von uns vermittelten Krankenwagen. Andere Krankenwagen können zur Polizei gehören; grundsätzlich empfiehlt es sich, keine Personalien anzugeben.

 

Vor der Demo

Vorher ausreichend schlafen und essen, da Demos und Aktionen oft anstrengend sind oder auch mal länger dauern. Überlegt genau, ob ihr Kinder und/ oder Hunde mit auf diese Aktion nehmen wollt.
Menschen mit chronischen Erkrankungen sollen sich beizeiten mit ihren HausärztInnen über die evtl. Folgen von Demo- Streß und wie sich das vermeiden lässt, unterhalten.

Ich ziehe an
Unauffällige, wasserfeste Kleidung, feste Schuhe, Handschuhe

Ich packe meine Tasche

Ausweis, Telefongeld und –karte, Tel.-Nr. des ErmittlungsAusschuß, Tel.Nr. 05841- 979430, der übrigens auch medizinische Hilfe im Festnahmefall vermittelt. Verbandspäckchen, Kontaktlinsenbehälter, Trillerpfeife, regelmäßig benötigte Medikamente (bei Diabetes, Asthma, etc.), Binden, Tampons, Augenspülflasche mit 200 ml Wasser gegen Reizgas, Halstuch  (Notverband), was zu essen, was zu trinken, Traubenzucker. Es ist lausig kalt, haltet euch warm und habt eine Rettungsdecke im Gepäck, weil es mal wo länger dauern könnte...(Blockade, Festnahme, Kessel, Spaß,...)

Während der Demo

Bei Bedrängnis oder Rangeleien bildet Ketten. Das stabilisiert, stärkt und schützt Schwächere. Vermeidet Alleingänge! Bei Übergriffen auf die Demo lauft nicht auseinander, bleibt gelassen. Versucht auch, aufgebrachte MitdemonstrantInnen zu beruhigen. Nehmt euch in Acht (auch vor Gerüchten wie z.B. „wir sind umzingelt!“) und haltet die Augen offen.

Verletzungen

Falls es zu Verletzungen kommt, wendet euch an die gekennzeichneten Demo- Sanis oder ruft nach Demo- Sanis, sofern ihr keine seht. Bildet mit Umstehenden Kreise um die Verletzten, damit sie geschützt sind und die Sanis arbeiten können, aber steht nicht im Weg. Helft ggf. mit, Verletzte aus der Gefahrenzone zu bringen. Fragt die Umstehenden, ob sie FreundInnen der/des Verletzten sind oder kennen, damit sie sich weiter um sie kümmern können.
Falls du verletzt ins Krankenhaus musst, bist du nicht verpflichtet, im Rettungswagen deinen Namen zu nennen.
Solltest du verletzt festgenommen worden sein, oder tritt in Polizeigewahrsam eine rapide Verschlechterung deines Gesundheitszustandes ein, empfehlen wir, auf die sofortige Behandlung durch eineN niedergelasseneN ÄrztIn zu bestehen ( kein PolizeiDoc)

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Nach der Demo

Mit Reizgas versiffte Klamotten möglichst schnell wechseln und in Plastiktüte stecken. Zu Haus erst kalt, dann warm duschen.
Laß etwaige Verletzungen von einer/m ÄrztIn deines Vertrauens attestieren und schreibe ein Gedächtnisprotokoll. Laß eine Kopie hiervon der Sanizentrale via BI- Büro zukommen.

Polizeigewalt kann psychisch traumatisieren

Wenn euch die Demoszenen verfolgen, ihr eure
Gefühlsreaktionen verändert erlebt, euch aus euren
Zusammenhängen zurückzieht oder dies bei euren
FreundInnen bemerkt, solltet ihr euch professionelle
Hilfe holen, bzw. eure FreundInnen dazu motivieren.
PsychotherapeutInnen für Castorgeschädigte DemonstrantInnen

werden bundesweit über das BI- Büro genannt. Tel.: 05841 4684

Bearbeitet am: 08.11.2003/ad


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