Die nächsten 12 Behälter mit hochradioaktivem
Atommüll (Castoren) werden voraussichtlich vom
10.11. bis 12./13.11.2003 von La Hague nach
Gorleben transportiert.
Die attac-Gruppe Wendland ruft Euch auf, an der Auftaktkundgebung
am
Samstag, 08.11.03 ab 13.oo Uhr -Marktplatz
Dannenberg-
und nach Euren Möglichkeiten- an weiteren Protestaktionen im Wendland
teilzunehmen. Widerstand gegen die global operierenden Energie- und Atomkonzerne ist enorm
wichtig!!!
Wir protestieren gegen die Atomenergie,
- weil diese die Umwelt zerstört und todbringend ist,
- weil sie überflüssig und ungeheuer teuer ist (So würden pro
Kilowattstunde Atomstrom ca. 2,-- Versicherungskosten hinzukommen, wenn die
Atomindustrie eine mögliche Schadenssumme von über 5 Billionen endlich auch
absichern müsste. Allein dadurch wäre die Kilowattstunde Atomstrom 2000 % teurer als
z.B. Strom aus Windenergie.),
- weil sie die dringend erforderliche Energiewende behindert,
- weil sie aufs Engste mit der Atombombe und der globalen Verseuchung
verknüpft ist (Historisch ist die Atomtechnologie Abfallprodukt der
militärischen Nutzung. Jüngste Beispiele: Der Einsatz von Uranmunition verseucht weite
Gebiete in Jugoslawien, Afghanistan und Irak. Uranabbau verseucht große Flächen z.B. in
Australien und setzt sich über die Lebensrechte der dort lebenden Menschen hinweg.
Jährlich wird in Sellafield und in La Hague soviel Radioaktivität freigesetzt wie beim
SuperGAU in Tschernobyl. Jeder Castor enthält die Radioaktivität von ca. 40
Hiroshima-Bomben.),
- weil weltweit das Entsorgungsproblem nicht gelöst werden kann und das Risiko
und die Kosten der Entsorgung für über 1 Million Jahre in krimineller Weise
auf alle nachfolgenden Generation abgewälzt wird (Der Salzstock Gorleben ist
nach wissenschaftlichen Gutachten- u.a. wegen der Laugeneinbrüche im Deckgebirge
völlig ungeeignet.),
- weil die Castor-Transporte nach Gorleben (wo es neben einer
Abstellhalle nur ein Erkundungsbergwerk gibt) keine Entsorgung
darstellen und lediglich dem Weiterbetrieb der AKW und der Profitsicherung für die
Atomindustrie dienen,
- weil die Regierungen die Profite der mächtigen Energiekonzerne schützen,
dafür unsere Grundrechte opfern und den demokratiefeindlichen Polizei- und
Überwachungsstaat immer dreister ausbauen,
- weil das Gerede vom Atomausstieg eine Lüge ist (Vielmehr wird die
Atomindustrie nach wie vor hoch subventioniert. Die Produktion von Atomstrom erfolgt
zunehmend in maroden AKW in Osteuropa. Auf der Basis des Euratom-Vertrages -Anhang der
EU-Verfassung- werden den Atomkonzernen unkontrolliert Milliarden zugeschoben. Die
9 weltweit den Strommarkt beherrschenden Konzerne kontrollieren ca. 90 % der
Stromproduktion.),
- weil Uran- und Atommülltransporte quer durch die Welt unvertretbare
Gefährdungen aller Menschen darstellen und alle Stationen der atomaren Energiekette
potentielle Ziele für Terroristen sind,
- weil auch die deutschen AKW sich auszeichnen durch ständige technische Pannen,
Unfälle, Vertuschungen, grobe Rechtsverstöße und die Tatsache, dass sie von Anfang an
-ohne den Nachweis einer sicheren Entsorgung- grundgesetz- und menschenrechtswidrig
betrieben werden,
- weil die Milliarden, die für diese menschenverachtende Energieerzeugung
ausgegeben werden, besser für unsere Kinder und soziale Aufgaben eingesetzt würden,
- weil eine Energiewende mit der dezentralen Nutzung erneuerbarer Energien
weltweit sichere, saubere Arbeitsplätze schaffen und zum Frieden beitragen würde.
Wenn der Castor rollt, herrscht im Wendland der Ausnahmezustand:
ca. 18.000 Polizisten müssen aufgeboten werden, damit der Castorzug ankommt. Die
Medien-Öffentlichkeit wird weitgehend ausgeschlossen oder polizeilich gesteuert.
Gegen Kriminalisierung des demokratischen Protestes und gegen den Abbau der Grundrechte
hilft nur eins:
Kommt alle im November ins Wendland.
Denn lieber mit Spaß aktiv als todtraurig radioaktiv.
Der wirksamste Schutz der Grund- und Freiheitsrechte besteht darin, sie aktiv
wahrzunehmen und zu verteidigen.
Im Wendland ist der Widerstand lebendig.
Es ist für alles gesorgt: Übernachtungsmöglichkeiten auf
Bauernhöfen (u.a. mit Schlafsack und Iso-Matte in trockenen Scheunen) oder in Familien
etc., Verpflegung, kulturelle Angebote, vielfältige Aktionen.
| Wir fordern:
|
Schützt uns, nicht die Atommafia! Sofortige
Stilllegung aller Atomanlagen weltweit!
Suche geeigneter Endlager-Standorte mit den Milliarden-Rückstellungen der
Energiesriesen! |
attac-Gruppe Wendland
Kontakt:
Tel.: 05864/986422
Fax: 05864/986417
e-mail: wendanix@t-online.de)
Informationen bei:
BI Lüchow-Dannenberg e.V., Drawehner Str. 3, 29439 Lüchow
Tel.: 05841/4684
Fax: 05841/3197
e-mail: bi-luechow@t-online.de
Internet:
www.bi-luechow-dannenberg.de
www.castor.de
Telefon Info-Hotline: 01805
2 5 2 7 6 9
Gedächtnisstütze: 01805 A L A R M X
(für die Handytastatur)
12 cent/Min |
Weitere Infos:
www.x1000malquer.de
www.widersetzen.de
www.baeuerliche-notgemeinschaft.de |