Flugblatt der BI zum Castor-Transport im November 2001
(Stand vom 02. 11.2001)

 

CASTOR-TRANSPORT LA HAGUE - GORLEBEN

MITTE/ENDE NOVENBER 2001

"Nichts wird sein wie es war." Nach den Terror-Angriffen von New York gab es keinen Politiker, der diesen Satz nicht im Munde führte. Inzwischen wissen wir, was damit gemeint ist: Scharfmacher aus Regierung und Opposition nutzen die Situation, um endlich die Mittel für eine restriktive "law-and-order"-Politik in die Hand zu bekommen:

Verschärfung der Ausländergesetze, Rasterfahndung, systematische Durchleuchtung der gesamten Gesellschaft. Nur eines soll unangetastet bleiben: Die Profitlogik der Atomindustrie.

Alles wie gehabt? Trotz des Krieges in Afghanistan und der Möglichkeit terroristischer Gegenschläge sollen Anfang November erneut sechs CASTOR-Behälter mit hochradioaktivem Müll von La Hague nach Gorleben gebracht werden.

Obwohl das Zwischenlager Gorleben als Leichtbauhalle keinerlei Schutz gegen Flugzeugabsturz bietet, sollen dort bis zu 420 CASTOR-Behälter untergestellt werden. jeder Einzelne gefüllt mit einem satten Fünftel der Radioaktivität, die in Tschernobyl freigesetzt wurde.

Das Undenkbare denken. Die Anti-Atom-Bewegung hat die Gefahren der Atomkraft schon immer beschworen - die technischen Risiken ebenso wie die Unwägbarkeiten menschlichen Handelns. Durch die Anschläge von New York wurden die Schreckenszenarien um eine zynische Variante erweitert:

Jede Atomanlage, jedes AKW und jedes Zwischenlager für radioaktiven Müll kann zum Ziel eines Terror-Angriffs werden. Recht zu behalten bedeutet uns keine Genugtuung. jetzt gilt es, endlich die Konsequenzen zu ziehen.

Wir fordern die unmittelbare Beendigung der Wiederaufarbeitung, den Stopp aller Atomtransporte und die sofortige StillIegung der Atomkraftwerke!

Das was uns Rot/Grün als "Ausstieg" verkaufen will, ist nichts als ein Kniefall vor derAtomindustrie und eine Garantie für den unbehelligten Weiterbetrieb:

  • Die Atomkraftwerke sollen noch j ahrzehntelang am Netz bleiben. Solange, bis auch der letzte Schrottreaktor sein Profitsoll erfüllt hat.
  • Der bisher angefallene Strahlenmüll soll noch einmal um die gleiche Menge anwachsen dürfen. Verdoppelung, obwohl niemand auf der Welt weiß, wo und wie der tödliche Müll sicher von der Biosphäre abgeschirmt werden kann.
  • Die Wiederaufarbeitung in den WAAs von La Hague und Sellafield und damit die Verseuchung von Ärmelkanal und irischer See sollen weitergehen.
  • Die Rücknahme von WAA-Müll wird uns als eine Frage nationaler Verantwortung verkauft. Tatsächlich öffnen die Transporte nach Gorleben die Türen für unzählige neue Transporte aus deutschen AKWs nach Frankreich.

WIDERSTAND IST WICHTIGER DENN JE!

Bei jedem CASTOR-Transport werden die demokratischen Grundrechte weiter beschnitten und demontiert. Der Widerstand wird kriminalisiert und der Rechtsstaat systematisch ausgehöhlt: Demoverbote, Platzverweise, Ingewahrsamnahmen, Verhaftungen. Die Bedrohung wächst und der Raum zum Leben wird immer enger. Die Ereignisse in New York haben uns erschüttert, aber nicht gelähmt. Wir sind so klarsichtig wie noch niemals zuvor. Wir fordern den sofortigen Atomausstieg. Bis dahin wird jeder CASTOR-Transport auf unseren kompromisslosen Widerstand stoßen.

Wir stellen uns quer! - Wir stellen uns quer!

BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg
Drawehnerstr. 3  29 439 Lüchow  Info: 0 58 41 - 709 282  Tel. 0 58 41 - 46 84 Fax - 31 97
bi-luechow@t-online.de
www.bi-luechow-dannnenberg.de

 

Info-Hotline

0190 - 033099

mit Informationen vor dem Transport und ab Tag X aktueller Aufenthaltsort des CASTOR-Zuges. (Durch die 0190 ersparen wir allen das "Besetzzeichen"- Kosten einmalig 1,-DM + 24 Pf/Minute)
Einnahmen gehen an den Ermittlungsausschuß


Schiene/Strasse - was, wann, wo ... ?**

Radioaktivität kennt keine Grenzen, unser Widerstand auch nicht! Nicht nur im Wendland schon an der Grenze wollen Anti-Atom-Intiativen aus dem Südwesten den CASTOR gebührend empfangen. Zeitgleich zum Auftakt in LÜneburg findet eine Demonstration in Karlsruhe zum Atomstrom- und Müllproduzenten ENBW statt. Danach wird in der Nähe der Grenze ein Camp mit Volxküche bezogen.

Vermutliche Grenzüberquerung ist in Lauterbourg: Infotelefon 01 75 - 7 11 28 94

INFO-WELEFON DER 85 LÜCHOW-DAMMENBERG 0190 - 033 090 Informationen vor dem Transport. Ab dem Tag X der aktuelle Aufenthaltsort des CASTOR-Zuges. Durch die 0190 ersparen wir allen das "Besetzzeichen". Kosten 1.- DM erste Minute, weitere 0,24. Eventuelle Überschüsse erhält der Ermittlungsausschuß.

Info-Telefon WIDERSETZEN: 05843 - 1433

TERMINE

Sonnabend, 10. November Auftaktkundgebung in Lüneburg
10.00 Uhr Treffpunkt Sülzwiesen
10.30 Uhr Demo zum Kundgebungsplatz
12.30 Uhr Kundgebung vor der Bezirksregierung danach Bezug der Camps. Infotelefon ab Freitag: 0 41 31 - 4 85 99

Sonntag, 11. November

Grosser Wendländischer Dreisprung: eine sportliche Herausforderung auch für die Damen und Herren der Polizei

11 Uhr Splietau: Gemeinsame Auftakt kundgebung mit Kulturprogramm
14 Uhr Hitzacker: Kabarett "Den Atomstaat auf die Schippe nehmen"
14 Uhr Dannenberg: Aktion WiderSetzen

Montag, 12. November

12 Uhr Kundgebung Uelzen/Hammersteinpl.
18 Uhr Kundgebung Hitzacker Kreuzung Dannenberger/Lüneburger Str.

Dienstag, 13. November

18 Uhr Kundgebung Dannenberg/Markt 18 Uhr Kundgebung Hitzacker Kreuzung Dannenberger/Lüneburger Str.

AN TAG X

Demos und Mahnwachen unter anderem in Dahlenburg (11 Uhr, Markt), Hitzacker, Dannenberg

ERMITTLUNGSAUSSCHUSS

der EA wird ab Samstag vor Tag X rund um die Uhr besetzt sein.
Telefon: 0 5 8 49 - 9 7 10 3 0

KARTENMATMERIAL
1: 50.000 L 2728, WL Naturpark Elbufer-Drawehn
ISBN 3-89435613-8

INFOPUNKTE

Lüneburg, Katzenstrasse 2, Tel. 0 4131 - 4 85 99
Infowiese Dahlenburg, Bahnhofstrasse,
Tel. 0 58 51 - 60 26 20
Uelzen, Am Rathaus, Tel. 05 81 - 3 89 63 01
Nordeamp 1
Südeamp 2/Govelin,Tel. 0162 - 8 86 35 94
Wietzeetze, Tel. 0171 - 4 47 70 61 oder 01 75 - 7 65 23 45
Hitzacker, Am Archäologischen Zentrum
Platenlaase, Grenzbereiche, Tel. 0 58 64 - 5 58
Dannenberg, BI-Wiese, Lüneburger Str. 20,
Tel. 0 58 61 - 97 90 83
Dannenberg, ABRAXAS, Marschtorstr. 56,
Tel. 0 58 61 - 25 27
Breese/M.-Gümse,
Tel. 0 58 61 - 26 13 oder 0171 - 6 8173 96
Kl. Gusborn, Tel. 0 58 65 - 9 80 10 06
Gorleben, Ortseingang, Tel. 0175 - 5 18 29 20
Salinas Gelände/Zwischenlager

Wir lassen unsere Gäste ndcht im Regen stehen:

regenmini.gif (3836 Byte)

Achtet auf dieses Zeichen, hier könnt ihr aufs Klo, euch aufwärmen, waschen und ggf. übernachten

CAMPS
Uelzen, Nahrendorf (Köhlingen), Göhrde (Govelin), Hitzacker, Dannenberg (Camp in der Stadt) Fragen zu den Camps? Telefon: 0 58 62 - 98 59 91

Bettenbörse

Lüneburg: 0 41 31 - 68 25 16, ab 1.11.: 40 28 77 e-mail: anticastorbettenboerse@gmx.de Dahlenburg: 05851-73 31 Dannenberg: BI-Wiese. Lüneburger Str. 20 für WiderSetzen: 0 58 61 - 48 26

SANIS
Telefon: 0 58 82 - 98 74 36

Mehr Informationen im Internet:

www.bi-luechow-dannenberg.de

www.oneoworldweb.de/cator

www.nadir.org

www.x1000malquer.de

www.castornix.de

Wir stellen uns quer!


Bearbeitet am: 09.02.2001/ad


zurück zur Homepage